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Im April 2011 endete unsere 19 monatige Reise durch Lateinamerika. Schweren Herzens haben wir damals unseren Camper auf einem großen Campingplatz in Uruguay abgestellt ohne zu wissen, wann wir ihn wieder sehen würden. Klar war nur, dass wir den Camper innerhalb von 12 Monaten wieder außer Landes bringen müssen.
Nach unserer Rückkehr nach Deutschland ging es dann erst einmal darum, wieder im ‚normalen‘ deutschen Alltag anzukommen und Oliver musste sich zumindest wieder einen neuen Job suchen. So verschlug es uns nach Hannover, wo wir die ersten 6 Monate in möblierten Wohnungen gehaust haben, bevor wir in unsere Traumwohnung einziehen konnten. Zwischendurch war, neben der Arbeit, aber auch wieder Zeit, alte Bekannte von der Reise zu treffen. So haben wir Katharina und Axel in Sachen besucht und Biene und Olli sind nach Hannover gekommen. Sogar Beth und Marcelo sind auf ihrer Weltreise bei uns vorbei gekommen und wir haben ein Wochenende zusammen verbracht.
Irgendwann stand dann aber die Frage im Raum, wann wir zurück nach Südamerika kehren würden. Da wir den ‚Paso Aguas Negras‘ über die Anden fahren wollen, musste es nach dem 15. Dezember sein, denn vorher ist der Pass sowieso nicht geöffnet. Also bot sich die Weihnachtszeit an, da ist es arbeitstechnisch auch nicht so schwer 4 Wochen Urlaub zu bekommen. Allerdings ist das Hochsaison in Südamerika und dementsprechend teuer sind die Flüge. Da wir aber beide im Arbeitsleben stehen und wieder über ein geregeltes Einkommen verfügen, konnten wir uns mit den Preisen irgendwie anfreunden.
Die Vorbereitung auf die die Reise war dann eher nicht vorhanden. Die Reiseroute stand ja bereits fest. Irgendwann haben wir auch mal auf der Karte nachgerechnet, dass es 5.500 Kilometer werden würden. Das wird natürlich eng, ist aber machbar (wenn die Technik einem keine Probleme macht). Ein paar Emails an Freunde und Bekannte haben wir auch noch ausgetauscht. Wir wollen uns mal wieder sehen und eventuell kann man ja ein paar nette Tage miteinander verbringen. Wenig Konkretes, aber sehr nett.
Nur was die Technik betrifft, haben wir uns etwas intensiver vorbereitet. So haben wir ein paar kleine Ersatzteile in den USA bestellt, welche uns Olav und Michiyo bei ihrem Deutschlandbesuch mitgebracht haben. Für den Camper haben wir uns auch noch schwarz-rot-gelbes Klebeband besorgt, schließlich soll er ja wieder fesch aussehen. Am Tag vor dem Abflug gab es dann auch noch ein Ladegerät für die Autobatterien, die könnten nach der Zeit in einem schlechten Zustand sein. Sonst war die Ausrüstung ja noch vorhanden und warum sollte man Bewährtes ersetzen?
Am Abend vor dem Abflug fingen wir dann an, unsere Sachen herauszusuchen und auf dem Fußboden des Wohnzimmers auszubreiten. Am Ende waren dann wieder zwei Seesäcke prall gefüllt, obwohl wir einiges an Ausrüstung im Camper zurückgelassen haben. Wir werden es wohl nie schaffen, Backpacker zu werden.
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