Wie alles begann

Wir sind Carina und Oliver - beide Manager im IT Bereich. In der Nacht auf den 1. Mai 2007 hatten wir beide den gleichen Traum, dass wir uns ein ganzes Jahr Auszeit nehmen würden - kaum zu glauben, aber so war es. Allerdings dauerte es mehr als zwei Jahre bevor wir konkrete Schritte zur Umsetzung dieses Traums unternahmen. Zwischendurch haben wir oft daran gedacht, aber es war meist unter dem Motto 'Man müsste mal ...'.

Es bedurfte schon einem externen Anlass, um in konkrete Planungen einzutreten. Dieser externe Anlass kam in Form einer Reorganisation der Firma, in der wir tätig waren. Oliver war zu der Zeit als Manager in Schweden für den Aufbau einer Contact Center Organisation zuständig. Diese fiel der Reorganisation zum Opfer und ein vergleichbarer Posten war in Deutschland nicht zu bekommen. Da die IT Industrie ebenfalls von der allgemeinen Finanzkrise betroffen war, schien die Zeit für eine neue Anstellung nicht besonders günstig. Außerdem würde ein Job bei einem neuen Arbeitgeber den Traum auf ein freies Jahr in weite Ferne rücken. Also nahmen wir es als Zeichen, dass genau jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, um zur Tat zu schreiten. Carina vereinbarte ein Sabbatical, sodass zumindest sie ab Oktober 2010 wieder einen festen Arbeitsplatz haben wird.

Zu unseren Hobbys gehört auf jedem Fall das Reisen. Wir wollen die Welt sehen und haben bereits tolle Reisen in den USA, Kanada, Südafrika und Neuseeland unternommen. Ganz weit oben auf unserer Liste an Urlaubszielen steht Patagonien. Aus beruflichen Gründen haben wir schon zwei halb geplante Reisen nicht angetreten. Deshalb war es klar, dass wir unsere Reise auf dem amerikanischen Kontinent beginnen wollen. In der ersten Phase unserer Planungen hatten wir noch die Idee, nach 6 Monaten in Südamerika für weiter 6 Monate nach Asien weiterzureisen. Aus drei Gründen haben wir diesen Plan fallen gelassen. Zum einen, weil wir uns entschlossen haben mit unserem eigenen Auto zu fahren. Zwar wäre es möglich das Auto zu verschiffen, aber das kostet auch Zeit und Geld. Zum anderen, weil es in Mittel- und Südamerika so viel zu sehen gibt, dass es sich in einen Jahr kaum schaffen lässt. Der dritte Grund ist, dass es uns nicht so stark nach Asien zieht. So fiel es uns nicht schwer diese Gegend weiterhin auf unserer Liste zu belassen.