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Belize ist auf unserer Reise eher nur ein Transitland. Strand und Meer hat es zwar auch vom Allerfeinsten zu bieten, aber wir hatten davon schon auf Yucatan genug. Daher suchen wir uns unser erstes Quartier im Crooked Tree Wildlife Sanctuary im Landesinneren. Hier finden wir die Crooked Tree Lodge, die vom Engländer Mick und seiner belizianischen Frau Angie geführt wird. Wir sind die einzigen Gäste und können unseren Camper unter Palmen am Wasser parken. Hier verbringen wir 3 entspannte Tage mit Kanufahren, Birdwatching, Fotografieren, gutem Essen, Geburtstag feiern und gutem Wifi nutzen. Die 2 Lodgehunde und die beiden Kinder von Angie leisten uns partiell Gesellschaft.


Dann gehts weiter Richtung San Ignacio, von wo aus man nach Guatemala einreisen kann. Unterwegs sehen wir viele bunt gestrichene Holzhäuser, die überwiegend auf Stelzen gebaut sind. Überall sind Hängematten zu sehen.

Vor San Ignacio machen wir noch einen Zwischenstopp in Spanish Lookout, eine Siedlung der Mennoniten. Hier ist alles sehr ordentlich - geschnittene Hecken, Zäune und gepflegter Rasen. In der kleinen Buchhandlung, die wir besuchen, sprechen wir mit einer alten Dame die noch einen alten plattdeutschen Dialekt spricht. Die Mädels im lokalen Supermarkt sehen sehr uniformiert, mausgrau und blutleer aus. Zum Lachen müssen sie, glauben wir, in den Keller gehen, damit es die Väter nicht sehen.


In San Ignacio tobt dagegen das Leben, es ist Markt und auf den Straßen ist viel Verkehr. Ansonsten gibt der Ort nicht viel her. Wir finden einen Campingplatz direkt im Zentrum und lernen den Besitzer und seinen Bruder kennen, mit dem wir über Land und Leute schwatzen.


Nach nur 4 Tagen verlassen wir Belize schon wieder.


Unsere Erkenntnisse in Belize:

  • Man darf keinen Alkohol ins Land einführen. Bei der Einreise müssen wir 2 Sixpacks Bier, die wir gerade in Mexiko gekauft hatten, den Zöllnern überlassen – Prost!

  • Bier ist im Land sehr teuer, 1 Euro für 0,33l!

  • Die Locals kommen uns sehr entspannt vor, sowohl Angie, z.B. was die Erziehung ihrer Kinder anging, als auch die Leute, die wir auf der Straße nachdem Weg fragten, weil wir uns verfahren hatten. „Take it easy“ und „Peace“ sagten sie.

  • Der Reis wird hier in Kokoswasser gegart und schmeckt vorzüglich.

  • Die Versorgung mit Lebensmitteln erfolgt fast ausschließlich durch die Mennoniten, die die komplette Landwirtschaft kontrollieren.

  • Die Verständigung ist einfach, man spricht Englisch.


Strecke:

Crooked Tree Wildlife Sanctuary → Spanish Lookout → San Ignacio


Zeitraum: 20.10. - 24.10.2009