Next pageRoute El Salvador

El Salvador ist kurz vor unserem Besuch von einem schweren Unwetter heimgesucht worden, dass viele Straßen und Brücken schwer beschädigt hat. Wir hoffen, dass wir einen befahrbaren Weg durchs Land finden.

Die Einreise nach El Salvador gestaltet sich aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten und einem unkooperativen Zollbeamten eher problematisch und langwierig. Wir sind frustriert, weil wir doch ganz stolz unsere neu erworbenen Sprachkenntnisse zum Einsatz gebracht haben. Wir stellen aber wieder fest, dass Verstehen schwerer als Sprechen ist. Somit erreichen wir das erste angesteuerte Ziel erst bei Sonnenuntergang. Es ist ein Restaurant am Meer, Restaurante El Viejo Pescador, wo man stehen kann, wenn man dort etwas isst. Wir nehmen ein Abendessen am Meer und sehen die Sonne blutrot untergehen. Dann geht auch der Strom aus und es wird romantisch. Die Infrastruktur war wohl noch vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Frühstück gabs in Gesellschaft weißer Kühe, dann gings weiter auf der Panamericana.

In einem Surferparadies verbrachten wir noch 2 entspannte Tage inmitten von Surfern und anderen Freaks direkt am Strand. Dort lernten wir auch Valerie und Jeff aus Kanada kennen, mit denen wir später in Costa Rica noch schöne Tage verbringen sollten.

El Salvador bietet neben den Stränden keine bemerkenswerten Highlights. Und aufgrund der Unbefahrbarkeit vieler Straßen fuhren wir auf der einzigen möglichen Route weiter gen Süden. Dabei mussten wir aufgrund fehlender Brücken auch direkt durch das Flussbett.

In Santa Rosa de Lima nahe der Grenze zu Honduras beziehen wir unser Nachtquartier, um am nächsten Tag früh an der Grenze zu sein.


Der Plan ist, Honduras auf kürzester Strecke (120km) an einem Tag zu durchfahren. Grund ist die aktuelle politische Situation im Land – aktuell gibt es zwei Präsidenten, die das Amt beanspruchen. In 4 Tagen sollen Neuwahlen sein und dafür die Grenzen geschlossen werden. Die Einreise nach Honduras ist auch ohne die aktuelle Krise eine langwierige Prozedur, zu der wir einen Helfer hinzugezogen haben. Auf diese Weise verkürzen wir das Ganze von durchschnittlich 4 auf 1 Stunde.

Auf der Durchfahrt durch Honduras werden wir auf den 120 km 10mal angehalten und kontrolliert. Die Polizei versucht hier organisiert Reisende zu schikanieren und Gründe für Strafen zu finden (unkorrekte Zollpapiere, fehlende Warndreiecke, FlipFlops oder Rauschen am Steuer). Wir schaffen es, alle Kontrollen unbeschadet zu überstehen, indem wir auf die vielen Fragen der Polizisten immer gleich Gegenfragen parat haben.


Unsere Erkenntnisse in El Salvador:

  • Ein kleines, armes Land mit tollen Stränden und grünem Hinterland

  • die Spanisch-Dialekte und teilweise auch die unterschiedlichen Vokabularien machen uns die Verständigung immer noch schwer


Strecke:

Restaurante El Viejo Pescador nahe der Grenze zu Guatemala→ Campingplatz bei La Libertad → Santa Rosa de Lima → Grenze Honduras → Grenze Nicaragua


Zeitraum: 22.11. - 26.11.2009